Chronik der Volksschule Irschen

vs aussenIm Jahre 1737 wurde in Irschen die erste Schule durch den Lehrer Johann Aschbauer und zwar beim "Gschmeidler" in Simmerlach, jetzige Familie Baldauf gehalten.

Nach ihm hielt Friedrich Roßbacher, Besitzer beim vulgo "Friedlen" in Irschen und nach ihm sein Sohn Josef die Schule bis zum Jahre 1799

Im Jahre 1799 hat dann Franz Gasser den Schuldienst angetreten. Er war von Beruf Schneider. Er absolvierte im Jahre 1799 einen dreimonatigen Lehrkurs in Villach und erhielt den vereinigten "Schul- und Messnerdienst" in Irschen.

Ab diesem Jahr wurde der Unterricht im alten Messnerhaus, dem alten Teil des heutigen Schulhauses westlich der Pfarrkirche erteilt. Bis zum Jahre 1842 war die Schule einklassig. Im Jahre 1842 wurde das Schul- und Messnerhaus neu erbaut und für die Schule im ersten Stock zwei Lehrerzimmer eingerichtet. Ab dieser Zeit wurde die Schule zweiklassig geführt .

chronik01Die Einkünfte des Lehrers bestanden damals in der Einhebung des Schulgeldes 1fl (Gulden) pro Kind und Semester. Als Schulgehilfen dienten dem Lehrer Gasser seine beiden Söhne Franz und Josef Gasser. Franz genoss am Mozarteum in Salzburg eine ausgezeichnete Ausbildung für Musik. Er komponierte selbst geistliche Lieder, die noch heute bei Andachten in der Fastenzeit gesungen werden. Auch ein Franz Feichter, später "Musterlehrer" in Steinfeld, war als Schulgehilfe in Irschen tätig. Franz Gasser der Ältere wirkte an der Schule von 1799 bis 1865.

Franz Gasser wurde am 22. 4. 1781 in Irschen geboren und starb am 23. 12. 1867 in Irschen. Im Jahre 1865 legte Franz Gasser der Ältere seinen Schuldienst zurück. Sein Nachfolger war Adalbert Unterkreuter aus Zwickenberg. Er wirkte an der Schule von 1865 bis 1877 und war später Bezirksschulinspektor in Villach.

chronik02Im Jahre 1877 wurde an der Nordseite des Hauses ein Zubau durchgeführt und darin eine dritte Klasse errichtet. Somit war die Schule dreiklassig.

Von 1877 bis 1890 war Ferdinand Hohenwarter Lehrer und Schulleiter. Auf ihn folgte H. Ölz. Er war von 1890 bis 1898 Oberlehrer und Schulleiter. Er kam dann nach Steinfeld, und an seine Stelle wurde Anton Rienmüller nach Irschen versetzt. Er wirkte von 1898 bis 1902 als Oberlehrer.

In diese Zeit fällt der Schulhausumbau. Mit dem Bau wurde Mitte April 1899 begonnen und er wurde im September desselben Jahres beendet. Für die Durchführung der Arbeiten wurde dem "Ortsschulrat" von der Schulbehörde vollste Anerkennung ausgesprochen. Somit wird die Schule seit November 1899 vierklassig geführt (197 Schülerinnen und Schüler). - Heute nicht mehr vorstellbar.

Heinz Rienmüller kam 1902 als Oberlehrer an die Volksschule Pusarnitz. Seine Stelle trat HOL Johann Zojer aus Leoben an. Er tat bis 1926 an dieser Schule Dienst. Ihm folgte OL Ferdinand Bucher, der von 1926 bis 1939 Leiter der Schule war.

chronik03Im Jahre 1905 kam Frau SR VD i. R. Anna Striegel als junge Lehrerin nach Irschen. Sie wirkte bis 1950, also 45 Jahre, als Klassenlehrerin und Schulleiterin. Ihre Tätigkeiten außerhalb der Schule waren Bausteine im kulturellen Leben der Gemeinde Irschen.

Da die Schülerzahl von 234 auf 247 anstieg, wurde um Bewilligung zur Führung einer fünften Klasse angesucht und dies auch genehmigt. (die Klassenschülerzahl betrug damals rund 49 Kinder)

Dem OL Ferdinand Bucher folgte 1939 OL Albin Liebenwein. OL Bucher wurde aus politischen Gründen beurlaubt. Leider dauerte das Wirken von OL Liebenwein nur kurz, da er zu Weihnachten des Jahres 1946 verstarb. Frau SR Anna Striegel leitete die Schule bis zu ihrer Pensionierung im Jahre 1950. Dann trat sie in den wohlverdienten Ruhestand.

chronik04Von 1950 bis 1976 leitete in vorbildlicher Weise OSR VD Hermann Mußnig die Schule. Während seiner Amtszeit erfolgte im Jahre 1953 der große Umbau des alten Schulhauses und 1954 der Zubau an der Westseite. Für die damaligen Verhältnisse war unsere Schule eine der modernsten im oberen Drautal. OSR VD Hermann Mußnig war von 1938 mit Unterbrechungen des Kriegsdienstes bis 1976 an der Volksschule Irschen tätig.

OSR Adalbert Grader, seit 1948 an der Schule tätig, war von 1976 bis 1987 Leiter der Schule.

Von 1987 bis 1988 leitete VD Berta Baumgartner die Schule, ab November 1988 übernahm VD Gernot Rossbacher die Leitung der VS Irschen. In seine Amtszeit fiel auch der letzte Umbau der Schule. An der Nordseite erfolgte ein Zubau. Die Schule erhielt eine große Pausenhalle, eine Lehrerbibliothek und einen neuen Turnsaal. Auf der Nebenseite sind Fotos vom Umbau zu sehen.

Nach der Pensionierung Von VD Gernot Rossbacher übernahm OSR Eder Franz von 1. September 2003 bis 31.08.2015 die Schulleitung.

Mit 1. September 2015 ging die Leitung auf VOL Elisabeth Pichler BEd über. Unter ihrer Leitung fand 2019 ein weiterer großer Umbau statt. Der Turnsaal wurde komplett erneuert und modernisiert. Ein behindertengerechter Fahrstuhl vom Keller bis in den ersten Stock, sowie ein Treppenlift zum Turnsaal wurden eingebaut. Der langersehnte Fluchtweg durch eine Tür (bis jetzt mussten alle, die sich im ersten Stock aufhielten, im Notfall durch ein Fenster flüchten) wurde genehmigt. Der Bodenbelag der Aula wurde erneuert und mit einer Bodenheizung versehen. Ein neues Glasdach über der Aula lässt uns weiterhin ein lichtdurchflutetes Schulhaus genießen. Eine eigene Anlage im Keller sorgt für gute Luft, eine neue Brandschutztür für zusätzliche Sicherheit. Die Beleuchtung im Innen- und Außenbereich wurde generalsaniert. So erstrahlt die Außenfassade nicht nur durch ihren neuen Anstrich in neuem Glanz. Für die tägliche Freude bei Schülern und Lehrern gleichsam, sorgen die interaktiven Tafeln, die in jede Klasse Einzug gehalten haben.

Viele glückliche Kinder halten gemeinsam Hände in der Natur